Aronia ist so ziemlich genau das Gegenteil einer everybody's darling Beere. Und trotzdem ist sie quasi in aller Munde ... ein erstaunliches Früchtchen! Frisch vom Strauch, gepresst als Saft ... ganz ehrlich, wirklich lecker kommt Aronia nicht daher. Das aber muss nicht zwangsläufig so sein. Haben Sie schon mal am Strauch hängenbegliebene, verschrumpelte, quasi Sonnen gedörrte Aronia-Beeren genascht? Oder - für die Süßen unter uns - Aronia-Streuselkuchen genossen? Likör soll auch nicht schlecht sein ;-)
Klar, es gibt Beeren, die auf Anhieb mit Geschmack und Aroma überzeugen. Dafür aber ist Aronia eben sehr gesund, enthält viele Anthocyane, Antioxidatien ... neudeutsch wird gerne der Begriff Superfood für Aronia verwendet ... aber darüber wollen wir hier nicht weiter lamentieren, denn dazu gibt es soviele Infos in Magazinen, in Büchern, im Netz ... jeder von uns geschriebene Satz dazu wäre überflüssig.
Aus gärtnerischer Sicht interessant: Aronia-Pflanzen sind ziemlich unkompliziert in der Kultur, sehr robust, absolut winterhart und hinsichtlich Boden sehr anpassungsfähig, einzig Staunässe sollte vermieden werden. Die ersten drei bis vier Jahre kann man Aronia-Sträucher erstmal wachsen lassen, dann aber macht es Sinn, die Verjüngung anzugehen und jährlich die ein bis zwei ältesten Triebe bodennah rauszunehmen. Aroia-Sträucher sind zur Blütezeit ausgesprochen attraktiv anzusehen, gleichzeitig eine willkommene Bienenweide und im späten Herbst punkten sie mit schöner Herbstfärbung.
Aronia 'Rubinia' bringt schwarz-violette Beeren von ca. 10 mm Durchmesser hervor, die dann geerntet werden sollten, wenn sie vollständig durchgefärbt sind, ca. Ende August, Anfang September. Erste Erträge stellen sich üblicherweise bereits ab dem 2. Jahr ein, der Vollertrag ca. ein bis zwei Jahre später. Aronia-Beeren sind bei Vögel sehr beliebt!
Aronia-/Apfelbeere 'Rubina' stammt aus biologischem Anbau (Bioland).