
Fingerhüte setzen markante Akzente am Naturstandort und in Staudenbeeten, im Sommer mit den durchaus imposanten Blütenstängeln, im Herbst mit zierenden Samenständen. Sie bringen Farbe auch in die schattigen Bereiche des Gartens, eine vertikale Struktur in flächige Bepflanzungen und bestechen durch ihren natürlichen Charme. Die großen Blüten der bekannten Heilpflanze orientieren sich zum Licht hin und sind darüber hinaus eine ergiebige Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln.
Fingerhut überzeugt u.a. auch deshalb, weil er eine dekorative Wildstauden ist, anpassungsfähig und pflegeleicht.
Bei uns, bei der Gärtnerei AllgäuStauden, können Sie Fingerhut in verschiedenen Arten und Sorten kaufen - wie immer ausschließlich als Bio-Pflanze!
Drei Arten des Wegerichgewächs sind in Deutschland heimisch. In der Natur finden sich Digitalis Pflanzen an Wald- und Gehölzrändern, auf Lichtungen, in grasigen Staudenfluren und an Waldwegen. Und auch im Garten stehen sie im lichten Schatten, vor und zwischen lockerwüchsigen Sträuchern am besten. Fingerhüte sind allerdings recht anpassungsfähige Gesellen und vertragen auch sonnigere Standorte, solange sie nicht unbedingt der prallen Mittagssonne ausgesetzt werden. Dabei gilt, dass es umso sonniger sein kann, umso feuchter der Boden ist. Sie lieben einen gleichmäßig feuchten, aber keinen staunassen Boden, der idealerweise kalkarm, humos und nährstoffreich ist.
Während Digitalis ambigua eine durchaus ausdauernde Staude ist, zählen Digitalis purpurea und ferruginea zu den zweijährigen Pflanzen, d.h. sie bilden im ersten Jahr eine Blattrosette, im zweiten Jahr eine Blüte und sterben dann ab. Sitzen sie an einem passenden Standort haben sie aber durch Selbstaussaat für einen festen Platz im Staudenbeet gesorgt, denn sie keimen rasch auf freien Plätzen im Staudengarten, der Fingerhut wird so so zum Wanderer im Staudenbeet. Fingerhüte sind deshalb auch zum Verwildern in Naturgartenanlagen geeignet. In kleinen und größeren Gruppen gepflanzt kommen sie besonders gut zur Geltung. Bei den absterbenden Arten von Digitalis bieten sich spätentwickelnde Stauden wie Geißbart, Astilben, Farne, Herbstanemonen und Silberkerzen als Nachbarn an, weil diese die kahlen Stellen verdecken, die die Fingerhüte nach dem Abblühen hinterlassen. Aber auch als farbkräftiger Höhepunkt in einer flächigen Pflanzung von Hosta und Geranium lassen sich Fingerhüte gut einsetzen.
Sowohl die Blüten- als auch die Fruchtstände von Digitalis eignen sich gut für den Schnitt.
Alle Pflanzenteile des Fingerhuts sind äußerst giftig! Als Heilpflanze wird v.a. der Rote Fingerhut kultiviert. Aus den Blättern werden herzwirksame Glykoside gewonnen, die in zahlreichen Herzmedikamenten Verwendung finden. Jede Selbstmedikation verbietet sich aufgrund der hohen Giftigkeit von selbst!
So prächtig und hoch Digitalis purpurea die Blüten in die Höhe schiebt, so winzig sind die darin enthaltenen Samenkörner. Circa 15000 Samen des Roten Fingerhuts bringen zusammen 1 g auf die Waage und stellen somit bei der Aussaat eine hohe Anforderung an die Feinmotorik des/r Gärtners/in!