
Euphorbia ist eine Gattung mit unzähligen Arten, die sich höchst unterschiedlich präsentieren. Ob niedrig wachsend oder hoch aufragend, ob graues, grünes oder weinrotes Laub, ob frühjahrs- oder sommerblühend, wintergrün oder laubabwerfend, ob im Halbschatten oder der vollen Sonne: Für fast jede Gartensituation gibt es ein passendes Wolfsmilch-Gewächs! Während einige Euhorbia-Arten mit prächtig gefärbten Hochblättern selbst kräftige Farbakzente im Beet setzen, halten sich andere dezent zurück, geben Struktur und bringen so ihre Nachbarpflanzen erst richtig zur Geltung.
Wolfsmilch ist vielgestaltig, winterhart, strukturbildend und pflegeleicht.
Euphorbia-Arten sind auf der ganzen Welt verbreitet. Auch in Deutschland sind einige Arten wie die Mandel-Wolfsmilch, die Gold-Wolfsmilch und die Sumpf-Wolfsmilch heimisch. Dabei ist die Gattung äußerst vielgestaltig. Es gibt sowohl einjährige als auch zwei- und mehrjährige Vertreter. Viele von ihnen sind Stauden, aber es gibt auch einige Arten, die verholzen und somit zu den Gehölzen zählen. Und dann gibt es auch einige mehrjährige Vertreter, die bei uns nicht winterhart sind und deshalb nur als Zimmerpflanze Einzug gehalten haben, wie z.B. der Weihnachtsstern oder der Christusdorn.
So vielfältig Euphorbien sind, so vielfältig sind ihre Einsatzmöglichkeiten im Garten. So bringt die Gold-Wolfsmilch als eine der frühest blühenden Stauden nach einem langen Winter Farbe in den Garten und überzeugt auch im Spätsommer als Strukturpflanze mit ihren rotgefärbten Stielen. Im Steingarten glänzt die Walzen-Wolfsmilch, nicht nur mit ihren Blüten, sondern v.a. mit ihrem silbergrauen, breitblättrigen Laub. Und auch eher schattige Gartenbereiche müssen nicht ohne Euphorbien auskommen. Dort fühlt sich die Mandel-Wolfsmilch wohl und kann flächig gepflanzt werden. Viele Arten haben eine schöne Herbstfärbung und zieren mit Raureif überzogen den Garten auch im Winter.
Aus unserem Bio-Staudensortiment können Sie Wolfsmilch-Gewächse kaufen, die in unseren Breiten zuverlässig winterhart sind.
Eine Besonderheit aller Wolfsmilchgewächse ist der Aufbau der Blüte. Diese ist völlig unscheinbar. Was ins Auge sticht, sind die sie umgebenden Hüll- und Hochblätter, die bei den Gartenpflanzen unseres Sortiments in allen Gelbtönen leuchten. Außerdem ist allen Euphorbia-Arten der Milchsaft gemeinsam, der austritt, wenn die Pflanze verletzt wird. Obacht! Er ist giftig und kann bei Hautkontakt zu Hautreizungen führen. Deshalb sollten bei Rückschnitt und Pflegearbeiten stets Handschuhe getragen werden.
Allzu viel Pflege haben Euphorbien nicht nötig, sofern der Standort stimmt. Die meisten Arten mögen einen mäßig feuchten, nicht zur Staunässe neigenden Boden. Haben Sie wie wir auf unserem Hochbeet einen sehr lehmigen Boden, macht es Sinn, etwas Sand oder Splitt mit in das Pflanzloch zu geben. Ein Rückschnitt ist im zeitigen Winter und Frühjahr angebracht. Eine Verjüngung durch Teilung ist nicht nötig, denn Wolfsmilchgewächse sind sehr ausdauernde Stauden. Einige Arten behaupten sich auch durch Selbstaussaat im Staudenbeet.
Die meisten langstieligen Wolfsmilch-Gewächse lassen sich gut in der Floristik verwenden. Dabei sollten die Stiele nach dem Schneiden verödet werden, damit der Milchsaft nicht ausläuft. Dazu hält man das untere Ende des Stiels entweder kurz in heißes Wasser oder über eine brennende Kerze.
Vor allem die Walzen- und die Gold-Wolfsmilch sind bestens für die Topfbeplanzung geeignet. Wichtig ist eine Drainageschicht am Topfboden, um zu vermeiden, dass die Erde vernässt und die Wurzeln zu faulen beginnen.
Grundsätzlich sind alle Euphorbien unseres Sortiment winterhart. Bei wintergrünen Arten wie der Mandel-Wolfsmilch sind v.a. in rauen Lagen Äste (Reisig) oder eine lockere Laubschicht als Schutz vor direkter Wintersonne sinnvoll.